Unterrichtsausfall zum Schuljahresbeginn absehbar

Auch beim DOG in Verden liegt die Unterrichtsversorgung unter 100 %.

Auch beim DOG in Verden liegt die Unterrichtsversorgung unter 100 %.

Zum Beginn des neuen Schuljahrs 2016/17 befürchte ich Unterrichtsausfall an vielen Schulen auch bei uns im Landkreis Verden. Die Unterrichtsversorgung wird absehbar im neuen Schuljahr noch weiter absinken und unter dem vom Ministerium veröffentlichten Prognosewert von 98 Prozent liegen. In diesem Wert sind nämlich 700 Lehrerstellen eingerechnet, die derzeit an den Schulen noch nicht besetzt sind. Die Konsequenz ist, dass an vielen Schulen Pflichtunterricht ausfallen wird. Schon bei der letzten offiziellen Statistik hatten 13 Schulen im Landkreis Verden keine gesicherte Unterrichtsversorgung mehr – und hierbei werden ja sogar fachfremde Vertretungen noch als gegebener Unterricht gerechnet. Zuletzt hatten auch alle vier Vollgymnasien im Kreis Verden keine ausreichende Unterrichtsversorgung mehr, das ist nicht gut!

Die stetig gesunkene Unterrichtsversorgung an Gymnasien kann man auch nicht mit neuen Flüchtligskindern in unseren Schulen begründen, denn die besuchen in der Regel zunächst kein Gymnasium. Die Probleme bei der Lehrerversorgung sind vielmehr hausgemacht: So niedrige Werte wie in diesem Schuljahr hatten wir in Niedersachsen zuletzt unter Gerhard Schröder und Sigmar Gabriel gehabt. Danach wurde es besser. Seit Amtsantritt der rot-grünen Landesregierung Anfang 2013 ist die Unterrichtsversorgung an unseren Schulen bislang in jedem Jahr schlechter geworden. Das wird zum nächsten Stichtag im Herbst 2016 absehbar so weitergehen. Und das ist nicht gut für unsere Schulen und für die Schülerinnen und Schüler bei uns im Kreis Verden! Ich bleibe da am Ball.

CDU Dörverden plant vier Radtouren

Bahnhof DOERVERDENPlakate, Zeitungs- und Homepageberichte sind wichtig im Wahlkampf. Noch wichtiger ist aber sicher, vor Ort auch wirklich präsent zu sein, ansprechbar für die Mitbürger und interessiert an den Themen der Wähler in unseren Dörfern. Deshalb macht die CDU auch 2016 wieder ein Sommerprogramm und ist vor Ort unterwegs. Wir machen das ja jedes Jahr – nicht nur vor Wahlen.

In den sechs Wochen vor der Kommunalwahl wird die CDU mit ihren Kandidatinnen und Kandidaten dabei auch unsere ganze Gemeinde mit mehreren Radtouren bereisen. Die erste Radtour wird die örtlichen Kandidaten und interessierte Begleiter am Samstag, 30. Juli, durch die Bergendörfer führen. Die Planung dieser Tour liegt in den Händen der örtlichen Kandidaten Uli Thies, Frank Fischer, Tido Lohmann und Mareen Schneermann-Fleischer. Die Stationen werden vor Ort geplant und abgesprochen. Startpunkt wird Stedebergen sein, die finale Station liegt in Wahnebergen.

Auch die drei CDU-Kandidaten aus Barme planen eine Rundfahrt durch Barme und den Ortsteil Am Walde, zu der natürlich auch Kandidaten aus anderen Ortschaften sowie interessierte Mitfahrer aus Barme eingeladen werden. Gleiches gilt für die Radtour durch den Kernbereich Dörverden + Stedorf sowie für die Allerdörfer Westen + Hülsen. Die einzelnen Termine sowie das jeweilige Programm werden wir jeweils im Vorfeld der anstehenden Radtouren auf cdu-doerverden.de sowie über die Lokalpresse veröffentlichen.

Neues Radwegekonzept mit Licht und Schatten

radwegFür den Radwegebau im Landkreis Verden mit Blick auf das jetzt in Hannover vorgestellte “Radwegekonzept 2016” der Landesregierung sehe ich “Licht und Schatten”. Positiv: Ein wichtiger Radweg in der Gemeinde Kirchlinteln kann auf dieser Basis bald endlich gebaut werden.

Dass der Radweg an der Landesstraße 171 vom Abzweig Klein-Linteln/Brunsbrock über die Kreisgrenze bis Jeddingen auf Platz 3 der Prioritätenliste für den Geschäftsbezirk Verden der Landesstraßenbaubehörde steht, bewertete ich positiv. Mit dieser hohen Einstufung dieses Radwegs haben wir die realistische Chance, dass dieser seit vielen Jahren vor Ort angestrebte und bestens begründete Radweg nun in den nächsten Jahren wirklich geplant und gebaut wird. Wie mein Vorgänger im Landtag, Wilhelm Hogrefe, habe ich mich in Hannover für den Radweg an der L171 stark gemacht.

Ebenfalls positiv bewerte ich die Aufnahme des rund 4 Kilometer langen Radwegs von Felde nach Okel an der L333, der auf Platz fünf der Prioritätenliste geführt wird. In der internen Rangfolge für den Kreis Verden hat dieser Radweg den 4,7 Kilometer langen Abschnitt von Otterstedt nach Vorwerk sowie den Radweg von Rethem nach Eystrup an der L200 verdrängt. Letzterer verläuft auf einigen hundert Metern auch über Gebiet der Gemeinde Dörverden, war aber von den beteiligten Kommunen nicht mehr mit hoher Priorität angemeldet worden. Auch für den Radweg im Randbereich der Samtgemeinde Thedinghausen habe ich mich als Mitglied des Petitionsausschusses in Hannover eingesetzt.

Abgesehen von den beiden “wieder bzw. neu hoch eingestuften Radwegen” sehe ich die Fortschreibung des Radwegekonzeptes des Landes eher kritisch: Von den 2012 festgelegten Projekten sind nur 10 % seitdem gebaut worden. Durch die neue Prioritätenliste weckt man vor Ort Hoffnungen, die nicht mit Geld unterlegt sind. Das Land investiert trotz sprudelnder Einnahmen weiterhin nur 5 Mio. Euro pro Jahr in Radwege an Landesstraßen. Die Investitionsquote des Landes war noch nie so niedrig. Die neue Prioritätenliste beinhaltet landesweit Projekte mit einem Investitionsbedarf von 100 bis 130 Mio. Euro. Alle vier Jahre aufwändig eine Prio-Liste zu erstellen, die Projekte für 20 Jahre beinhaltet, grenzt an Blödsinn! Weniger Listenplanung, mehr Bau wäre richtig! Alle Vorhaben, die in den einzelnen Geschäftsbereichen der Landesstraßenbaubehörde nicht auf den ersten Plätzen stehen, haben in den nächsten Jahren kaum Aussicht auf Realisierung.

Verdener Gespräch: Schlechte Unterrichtsversorgung

Auch beim DOG in Verden liegt die Unterrichtsversorgung unter 100 %.

Auch beim DOG in Verden liegt die Unterrichtsversorgung unter 100 %.

Mein heutiger Namensbeitrag in der Verdener Aller-Zeitung: „Wenn bei einer Verkürzung der Abi-Schulzeit der Übergang für gute Real- und Oberschüler nach Klasse 10 zum Gymnasium schwer hinzukriegen wäre, könnte ich das verstehen; weniger Zeit, um neue Schüler aufzunehmen und auf den Stand zu bringen! Jetzt wird in Niedersachsen der Weg zum Abitur allerdings nicht verkürzt, sondern verlängert: G9 statt G8. Dass in dieser Lage die Landesregierung verfügt hat, dass Gymnasien zum Schuljahr 2017/2018 keine Schülerinnen und Schüler mit erweitertem Sekundarabschluss I aufnehmen dürfen, das verstehe ich nicht nur inhaltlich nicht, das finde ich vor allem mit Blick auf Bildungschancen für gute Realschüler eine Frechheit von rot/grün in Hannover!

Als Ausweg, so hat mir die Kultusministerin geschrieben, bietet das Land an, dass schon in diesem Sommer Neuntklässler aus ihrer Real-/ Oberschule ans Gymnasium wechseln dürfen. Das halte ich für ziemlich absurd. Im Sommer 2017/2018 soll es dann das berufliche Gym an der BBS richten. Meine Frage an die Ministerin, ob und wie die BBS Dauelsen denn für die zusätzlichen Schüler ausreichend mit Lehrkräften ausgestattet wird, wurde nicht konkret beantwortet.

Angesichts der schlechtesten Unterrichtsversorgung in Niedersachsen seit 10 Jahren wird die Schaffung neuer 13. Jahrgänge an unseren Gymnasien diese Lage nicht verbessern. Seit der Regierungsübernahme von rot-grün geht die Unterrichtsversorgung stetig zurück. Zum letzten Stichtag hatte kein Kreisverdener Gymnasium mehr eine volle Unterrichtsversorgung. Sehr bedenklich.

Durch den Wegfall der Schullaufbahnempfehlung nach der vierten Klasse gehen wohl noch mehr Kinder aufs Gymnasium. Ob das so gut ist? Dafür werden Standards abgesenkt: Keine Empfehlung mehr, die Vorgaben für eine Versetzung werden reduziert und die zweite Fremdsprache im 11. Jahrgang ist nicht mehr zwingend. Schulleiter warnen vor der Entwicklung des 11. Jahrgangs zum „Hängematten-Jahrgang“. Dabei bietet das G9, wenn man es richtig macht, doch große Chancen – auch für unsere Gymnasien im Kreis Verden. Die Schulen sind dazu bereit und in der Lage. Hoffentlich kommt aus Hannover mal mehr als Verschlimmbesserungen, leistungsfeindliche Vorgaben und Benachteiligungen."

MdL hilft bei der Spargelernte

web_Adrian Mohr_Spargelhof Ehlers_190516_017Zu Beginn meiner Sommertour machte ich mich auf den Weg nach Holtum-Geest, um mich über aktuelle Themen und Bedürfnisse in der Landwirtschaft zu informieren. Nach einer kleinen Führung über den Hof von Kreislandwirt Jörn Ehlers wurde ich in die Technik des Spargelstechens eingewiesen und durfte einige Stangen aus der Erde holen. Auf dem Spargelhof leben und arbeiten aktuell 11 polnische Saisonkräfte, „Ohne diese tatkräftigen Helfer wäre es nicht zu schaffen“, berichtete Jörn Ehlers. Anschließend durften mein Mitarbeiter Jörn Gehrmann und ich gemeinsam mit Sebastian Kuhlmann vom Landvolk und unserem Gastgeber den Spargel genießen. Am Tisch wurde über aktuelle Punkte aus Sicht der Landwirte, wie Milch- und Fleischpreise oder Glyphosat diskutiert.