Kleine Anfrage zum „Schweigen der Schnucken"

Adrian 03_2016 VerdenEinen Bericht der "Verdener Nachrichten" unter dem Titel “Das Schweigen der Schnucken” vom 16. März habe ich zum Anlass genommen, zum Thema Herdenschutz und Deichsicherheit eine “Kleine Anfrage” an die Landesregierung zu formulieren. Die in dem VN-Artikel aufgeworfenen Fragen sind meiner Meinung nach über den interessant beschriebenen Einzelfall hinaus landesweit wichtig, weil die Bedeutung der Schafherden für die Deichsicherheit im Binnenland insgesamt zu würdigen ist. Die schriftliche Anfrage stelle ich zusammen mit dem "Wolfsexperten" meiner Fraktion, meinem geschätzten Abgeordnetenkollegen Ernst-Ingolf Angermann aus Celle. Hier unsere Kleine Anfrage im Wortlaut: “Das Schweigen der Schnucken” - Herdenschutz für Heidschnucken an Aller und Weser Die “Verdener Nachrichten” berichten in ihrer Ausgabe vom 16. März 2016 unter dem Titel “Das Schweigen der Schnucken” über einen Schäfer aus Langwedel. Zum Thema Herdenschutzhunde wird ausgeführt: “Ist er im Sommer mit seinen Schnucken auf den Aller- und Weserdeichen im Landkreis Verden unterwegs, spenden sich die Tiere selber Schatten. Zitat Schäfer Hehmsoth: ‘Ein Herdenschutzhund buddelt sich gleich ein tiefes Loch. Was meinen Sie, was dann der Deichverband dazu sagt?’ Im Landschaftsschutzgebiet würden seine Heidschnucken brav um die Gelege herumtreten, ein Herdenschutzhund würde sie sofort plündern, befürchtet der Heidschnuckenzüchter.” Mit Blick auf den Deichschutz steht in dem Bericht: “Die Schnucken treten die Grasnarbe auf den Deichen fest, fungieren dort als natürliche Rasenmäher. Der 49-jährige liebt sie über alles: ‘In der Ablammzeit sitze ich Nächte lang im Stall und sorge dafür, dass jedes einzelne Lamm überlebt. Aber wer hilft mir, wenn ein Tier gerissen am Boden liegt?”
  • Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung:Wie beurteilt die Landesregierung den Einsatz von Herdenschutzhunden zum Schutz von Schafherden auf Deichflächen unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen an die Deichsicherheit und der Nähe zu Wanderern und Radfahrern, die auf den Wegen entlang der Deiche in unmittelbaren Kontakt zu den Schafherden kommen?
  • Wie bewertet die Landesregierung den Beitrag von Schafherden zur Deichsicherheit und wie will sie besonders dort die Sicherheit vor Wolfsübergriffen fördern, insbesondere da nach Auskunft des Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Verden, geeignete Schutzzäune auf den an der Weser liegenden Weideflächen gar nicht genehmigungsfähig sind?
  • Wie beurteilt die Landesregierung den Einsatz von Herdenschutzhunden zum Schutz von Schafherden in Natur- und Landschaftsschutzgebieten unter Berücksichtigung der Schutzanforderungen bedrohter Arten vor allem während der Brut- und Setzzeit?
 

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