Mittelweser-Region ist Chance für Dörverden

Von links: Martin Fahrland, Rainer Herbst, Adrian Mohr, Frank Fass

Fast alle Weser-Kommunen zwischen Minden und Bremen machen mit bei der Mittelweser-Touristik, die auf vielfältige Weise aktiv Vernetzung und Vermarktung touristischer Angebote in der Region fördert. In der Karte der Mittelweser-Mitgliedsgemeinden  ist Dörverden bislang ein weißer Fleck. Das sollte man ändern! Auf Einladung der Dörverdener CDU-Fraktion war Mittelweser-Geschäftsführer Martin Fahrland am Mittwoch-Abend ins Kulturgut Ehmken Hoff gekommen. Zum Einstieg unserer Veranstaltung berichtete ich über die Entwicklung und die aktuellen Strukturen der Tourismusarbeit in Dörverden. Anschließend stellte Fahrland anschaulich und mit vielen Beispielen unterlegt die Mittelweser-Region vor: "2011 hatten wir rund 1.000.000 Übernachtungen in der Region. Seit 2004 sind die Zahlen um über 50 % gestiegen." Gäste, egal ob Radfahrer, Bootsfahrer oder Reisemobilisten, nehmen dabei die Region als Ganzes wahr: "Urlaubern aus anderen Landstrichen sind hiesige Gemeinde- oder Kreisgrenzen egal, deshalb bringt es wenig, Gemeinden einzeln touristisch zu vermarkten" so Fahrland. Immer mehr an Bedeutung gewinnt das Internet, sowohl für Informationszwecke als auch direkt für Buchungen. Um Gäste und Reiseanbieter zu gewinnen, ist die Mittelweser-Touristik zudem an 60 Tagen im Jahr auf Messen mit einem eigenen Stand vertreten, an 70 weiteren Messetagen liegt Mittelweser-Material auf Partnerständen aus. In der folgenden Diskussion wünschte sich Dieter Sprei, Vorstand der H.F. Wiebe-Stiftung, dass der Weser-Radweg verstärkt auch auf der Dörverdener Seite befahren und beworben werden sollte. Stiftungsvorsitzender Rainer Herbst ergänzte, dass die Gemeinde Dörverden durch das Wolfcenter in Barme und das Kulturgut Ehmken Hoff in Dörverden neue attraktive Besuchsziele gewonnen habe, die auch über Kreisgrenzen hinweg beworben werden sollten. Hier ist die Gemeinde Dörverden gut beraten, jetzt Vernetzung und Vermarktung zu verbessern: "Dafür kann eine Mitgliedschaft in der Mittelweser-Region aus unserer Sicht hilfreich sein" unterstrich Herbst. Diese Position bestätigte Frank Fass, der als Betreiber des Wolfcenters die bisherige Unterstützung der Gemeinde lobte, aber eine Stärkung der Strukturen sehr begrüßen würde. Erfreulich fand ich, dass auch Mitglieder anderer Ratsfraktionen, private Zimmervermieter, Gastwirt Jörg Rosenbrock aus Diensthop und weitere im Tourismusbereich Engagierte an jenem Infoabend dabei waren. Eltje Buch, Leiterin des Mehrgenerationenhauses in Westen wollte wissen, ob denn "Mittelweser auch etwas für die Dörfer entlang der Aller bringt?" Martin Fahrland: "Auch der Allerradweg und die guten Angebote in ihren Allerdörfern würden wir gern mit aufnehmen. Diese reizvolle Lage im Aller-Weser-Dreieck erhöht doch die Attraktivität!" Mein Fazit der Veranstaltung: Die Gemeinde Dörverden soll eine Schnupper-Mitgliedschaft anstreben. Während einer zweijährigen "Testphase" kann die Gemeinde zum halben Beitrag alle Mittelweser-Angebote nutzen. Diese Kosten von zunächst 3.500 Euro sind im Haushalt unterzubringen, da bin ich optimistisch. Da bisherige Ausgaben aufgrund erledigter Strukturen im Tourismusbereich für die Gemeinde ab 2013 wegfallen, fällt der Mehraufwand gering aus. Das sollten wir machen, um Dörverden in diesem Bereich weiter voran zu bringen!

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