Post für Heiligenstadt: Lösung für Achimer Realschüler angemahnt

Adrian Mohr MdL

Adrian Mohr: Brief an die Ministerin

Erneute Ansprachen aus dem Kreis betroffener Eltern sowie die Berichterstattung im "Achimer Kreisblatt" vom 11.11.2016 unter der Überschrift “G9-Wechsel: Realschüler auf dem Abstellgleis” haben mich veranlasst, erneut die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) in dieser Sache anzuschreiben. Bereits vor sieben Monaten hatte ich direkt die Ministerin angeschrieben, um auf die besondere Problematik in Achim und im Nordkreis hinzuweisen, weil es hier für Realschüler, die im Schuljahr 2017/2018 nach ihrem Abschluss aufs Gymnasium wechseln wollen keine annehmbare Lösung gibt. Im Antwortschreiben vom 9. Mai führte die Kultusministerin aus, “dass die Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2017/2018 nach dem Erwerb des Erweiterten Sekundarabschlusses I in eine Einführungsphase aufgenommen werden wollen, um im Jahr 2020 die Abiturprüfung abzulegen, nicht benachteiligt werden dürfen. Dies gilt für den Landkreis Verden, aber auch für Niedersachsen insgesamt.” Die Ministerin versicherte mir zudem, dass “das Ministerium alle notwendigen Maßnahmen ergreifen werde, um eine bedarfsgerechte Versorgung der Schulen sicherzustellen, so dass auch für die genannten Schülerinnen und Schüler im Landkreis Verden aus der Umstellung des gymnasialen Bildungsgangs keine Nachteile erwachsen werden.” Genau diese Nachteile, die vor über einem halben Jahr aufgezeigt wurden, bestehen nach Ansicht der betroffenen Schüler und Eltern aber unverändert weiter. Und dass seitdem offensichtlich nichts passiert sei, ärgert auch mich. Deshalb werde ich jetzt gegenüber Frau Heiligenstadt auch deutlich: “Seit Ihrem Antwortschreiben ist ein halbes Jahr vergangen, ohne dass es eine Lösung gibt! Für die betroffenen Schülerinnen und Schüler, die sich in den nächsten Wochen entscheiden müssen, welche Schule sie künftig besuchen wollen, und für deren Eltern ist diese Hängepartie nicht nachvollziehbar. Den Kindern läuft die Zeit weg! Ich bitte Sie mit Nachdruck, kurzfristig eine Lösung für den Landkreis Verden zu ermöglichen. Am Cato-Gymnasium in Achim wäre eine Lösung im Sinne der Schüler, der Eltern und im Interesse des Gymnasiums möglich. Eine Lösung, die auch für gymnasiale Jahrgangswiederholer eine sehr gute Sache wäre.” Ich kritisiere also nicht plump die offenkundige Untätigkeit des Kultusministeriums, sondern unterstütze auch den konstruktiven Lösungsansatz, den Cato-Direktor Dr. Krolle gerne umsetzen möchte. cropped-Logo-LT-Niedersachsen.jpgVon einer formalen “Kleinen Anfrage” habe ich in diesem Falle übrigens abgesehen, weil das Ministerium zur Beantwortung vier Wochen Zeit hat und mit Begründung das auch noch verlängern kann. Eine Antwort in sechs oder acht Wochen hilft aber Niemandem. Schüler und Eltern brauchen vor Weihnachten Antworten und Lösungen. Ich hoffe, mein Brief an das bisher untätige Ministerium in Hannover kann dazu einen Beitrag leisten!

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