Verdener Gespräch: Hinterher ist man klüger …

Am heutigen Donnerstag hat die "Verdener Aller-Zeitung" in ihrer wöchentlichen Rubrik "Verdener Gespräch" folgenden Namensbeitrag von mir veröffentlicht: Hinterher ist man ja oft klüger. Kurz nach der letzten Landtagswahl, in einem meiner ersten Interviews als Abgeordneter, bekundete ich wahrheitsgemäß mein Interesse an einer Mitarbeit im Haushaltsausschuss. Hat geklappt. Auf die Frage, welcher Ausschuss nicht Frage käme, antwortete ich, dass der Kultusausschuss nicht mein Ding wäre. Ausdauernde Schulstrukturdebatten waren und sind mir ein Graus! Das war ehrlich - aber nicht klug. Schulpolitik ist schließlich Ländersache. Und mein Abwinken zum Kultusausschuss, in dem wir als CDU übrigens gut und kompetent vertreten sind, konnte auch als Desinteresse an Bildungsthemen missverstanden werden. Da hatte ich als Neuling einen Fehler gemacht: Hätte ich dazu geschwiegen, säße ich trotzdem im Haushalts- und nicht im Kultusausschuss, hätte mich zu Schulthemen aber von Anfang an “unbelastet” äußern können. So musste ich mir das erst erarbeiten.   Heute kann ich resümieren, dass Schulpolitik für mich enorm wichtig (geworden) ist und mich jede Woche als Abgeordneter beschäftigt, einfach weil Bildung vor Ort enorm wichtig ist. Das betrifft und interessiert Schüler, Eltern und Großeltern, Lehrkräfte, Unternehmer und Ausbilder, Azubis und Studierende. Die seit dem Regierungswechsel stetig sinkende Unterrichtsversorgung an unseren Schulen, die Fehler der Landesregierung bei der Inklusion, wo aus einem guten Recht durch die Eliminierung von Förderschulzweigen oft eine traurige Pflicht wird und Sonderpädagogen stundenweise von Schule zu Schule reisen müssen - diese Themen begegnen mir oft in Schulen wie auch in Gesprächen mit Eltern. Zudem gibt es viele individuelle, schulspezifische Themen. In diesem Halbjahr habe ich Schulen in Uphusen, Verden, Bendingbostel, Dörverden, Achim, Langwedel und Dauelsen besucht. Nächste Woche freue ich mich auf die Gudewill-Oberschule in Thedinghausen. Über manche Schulbesuche meiner “Bildungstour” konnten Sie in dieser Zeitung etwas lesen, andere Besuche blieben ohne Pressenotiz. Natürlich ist für mich Presse-Resonanz wichtig, aber nicht ausschlaggebend. Die Infos aus meinen Schulbesuchen und die Resonanz vor Ort sind ebenfalls sehr wichtig. Als ich für eine Achimer Schule eine zügige Nachbesetzung einer Schulassistentenstelle in Hannover bewirken konnte, eine Projektförderung für eine Oberschule einwerben durfte oder den gewünschten Schulbesuch einer Schülerin aktiv unterstützen konnte, waren das kleine, schöne Erfolge - für die Betroffenen und auch für mich.   Schulpolitische Probleme und Kritik sind bei uns meist landespolitisch geprägt. Kreis, Städte und Gemeinden als örtliche Schulträger stehen eher selten in der Kritik. Wir leben in einer wirtschaftlich und finanziell starken Region. Das merken auch die Schulen. Zustände wie in Bremen oder im Ruhrgebiet, wo es in vergammelten Schulen durchregnet, gibt es bei uns nicht. Wenn das Land seine Aufgaben so erfüllen würde wie die Kommunen ihren Job als Schulträger, dann hätten wir weniger Sorgen! Bei aller Kritik an der Bildungspolitik schließe ich doch positiv: Bei uns darf jedes Kind zur Schule gehen, Jungs und Mädchen, ohne Schulgeld zahlen zu müssen, nicht mit 50 Kindern in einem Raum! Der Diskurs über gute Schule und gute Ausbildung ist richtig. Kritik ist wichtig, damit wir in Niedersachsen nicht weiter zurückfallen. Trotzdem sollten wir insgesamt glücklich und dankbar sein, dass unsere Kinder zu dieser Zeit in diesem Land leben und zur Schule gehen dürfen.

Zukunftsforum Ehrenamt in Celle

Zukunftsforum Ehrenamt Rede 2016„Unser gestriges Zukunftsforum Ehrenamt hat neben vielen guten Hinweisen drei klare Botschaften an die Politik und Gesellschaft definiert. Die ehrenamtlich Tätigen müssen von Bürokratie und Überregulierung entlastet werden, damit sie sich voll und ganz ihrem Engagement widmen können. Damit sie ihr Ehrenamt professionell ausüben können, müssen verlässliche und gut ausgebaute Aus- und Fortbildungsstrukturen für Führungskräfte in Vereinen und Verbänden vorgehalten werden“, erklärte Ulf Thiele, Generalsekretär der CDU in Niedersachsen. Ebenfalls seien die Schulen gefordert, „Lust auf freiwilliges Engagement zu wecken“, so Ulf Thiele. „Das Kultusministerium muss den Schulen die nötigen Freiräume lassen, damit die Kinder und Jugendlichen neben dem Unterricht und Ganztagsangeboten auch Zeit für erste Schritte ins Ehrenamt finden.“ „In Niedersachsen ist jeder dritte Bürger ehrenamtlich tätig. Damit sind wir bundesweit Spitze. Wir als CDU stehen darüber hinaus für eine Anerkennungskultur, die sich auch in steuerrechtlichen und sozialversicherungsrechtlichen Vorteilen für das Ehrenamt zeigt“, erläutert Adrian Mohr, Vorsitzender des Arbeitskreises Ehrenamt der niedersächsischen CDU. Zukunftsforum Ehrenamt Celle 2016Dr. h.c. Rudolf Seiters, Präsident des Roten Deutschen Kreuzes, erklärte in seinem Impulsvortrag, dass die Politik und die Gesellschaft die nötigen Rahmenbedingungen für das Ehrenamt schaffen müssen: „Der Staat darf das ehrenamtliche Engagement nicht mit Vorschriften und Regelungen überfrachten. Ehrenamt braucht die nötigen Freiräume“. Darüber hinaus müsse es für die ehrenamtlich Tätigen auch Anreize geben, ihr Engagement auszuführen. „Betriebe sollten ehrenamtliches Engagement durch unkomplizierte Freistellungen und Anerkennung des Ehrenamtes als berufliches Praktikum würdigen. Auch bei der Aufnahme eines Studiums sollte das ehrenamtliche Engagement Berücksichtigung finden.“ » Weiterlesen

Sarah Hahndrich: Praktikum beim Abgeordneten

IMG_0911Kürzlich begleitete mich Sarah Hahndrich aus Dörverden eine Woche lang als Praktikantin. Die 17jährige Schülerin des Johann-Beckmann-Gymnasiums in Hoya war sowohl bei Büroarbeiten in meinem Verdener Abgeordnetenbüro in der Bahnhofstraße als auch bei Terminen im Wahlkreis dabei. Am Mittwoch der Praktikumswoche fuhr sie gemeinsam mit einer gut 20-köpfigen Besuchergruppe aus meinem Wahlkreis mit nach Hannover und erlebte dabei auch eine Plenarsitzung sowie eine Gesprächsrunde meiner Besucher mit mir im Landgtag. Zusammen mit meinem Büroleiter Jörn Gehrmann besuchte mich Sarah dann am Freitag jener Plenarwoche im Mai nochmal in Hannover. Beide konnte von der Gäste-Loge aus über zwei Stunden lang die Landtagsdebatte live und direkt hinter den Abgeordnetenplätzen im Plenarsaal verfolgen. Die Tagesordnung war günstig, denn ich durfte an jenem Vormittag für die CDU-Fraktion zu einem FDP-Antrag zum Thema "Abschaffung des Soli ab 2019" im Landtag sprechen. So konnte sie auch mein bisserl Aufregung miterleben, die mich in den Stunden vor meiner Rede begleitete. Für Sarah Hahndrich war dies ein freiwilliges Praktikum bei "Ihrem" Landtagsabgeordneten aus Dörverden, also kein Schulpraktikum sondern eigenes Interesse und eigenes Engagement. Dass sie mit Interesse dabei war, habe ich gespürt. Ich denke, dass ich Sarah mit Unterstützung durch meinen Mitarbeiter Jörn Gehrmann gute, hintergründige, hautnahe, alltägliche und auch einige amüsante Eindrücke vermitteln konnte. Bei ernstem Interesse ermögliche ich jungen Menschen sehr gerne einen Einblick in meine Arbeit als Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag. Wobei ich immer zu Beginn klar sage, dass Abgeordneter weder ein Ausbildungsberuf noch ein "Berufsziel" sind oder sein können. Für junge Leute, die sich für Politik interessieren, ist ein solches Praktikum aber sicher wertvoll und auch eindrucksvoll. Ich gebe mir zumindest wirklich Mühe, meinen Praktikantinnen und Praktikanten nicht nur eine Woche lang "Schreibtischarbeit" zuzuweisen, sondern vielfältige Eindrücke gewinnen zu können.

Ein Beachvolleyballfeld für Barme

Mit viel Eigenleistung möchten Barmer Jugendliche und engagierte Mitbürger auf dem Spiel- und Bolzplatz ein Beachvolleyballfeld errichten. Erste Pläne wurden meinen Freunden von der Dörverdener CDU-Ratsfraktion und mir jetzt von den aktiven Jugendlichen jetzt vorgestellt. Christoph Schmidt, Klaas Krause und ihre Mitstreiter präsentierten uns anhand einer Skizze ihre Ideen. Sven Gerke aus Barme ergänzte die Pläne um die Anlage einer Boule-Bahn für die mittlere und ältere Generation, damit der Platz in der Ortsmitte für alle Generationen attraktiver wird. Beide Ideen zusammen umzusetzen finde ich einen guten Gedankengang. Ich unterstütze diese Pläne voll und ganz. Dabei ist die starke Eigeninitiative der Barmer hervorzuheben, die schon bei der gelungenen Neugestaltung des Rathausvorplatzes gezeigt wurde. In Abstimmung mit dem Baubetriebshof der Gemeinde wurde hier von vielen ehrenamtlichen Helfern in ihrem Dorf Hand angelegt. Das finde ich beispielgebendes Engagement! Der große Einsatz des Dorfes beim Kreisfeuerwehrtag 2012 in Barme war ebenfalls beeindruckend. Bei einer Verkleinerung des bislang sehr großen Bolzplatzes sollen auch kleinere Tore aufgestellt werden. Dieser Wunsch ist nachvollziehbar, denn die großen Fußballtore passen für die Grundschulkinder und die Nachmittags dort Aktiven nicht mehr recht in die Zeit.   » Weiterlesen