Alles unter einem Dach: Grundschul-Campus Baden ist vorbildlich

Das Konzept "Alles unter einem Dach" in Achim-Baden überzeugt und beeindruckt mich. Gemeinsam mit Vertretern der CDU-Ratsfraktion aus Achim besuchte ich in dieser Woche die Badener Schule, um mir die pädagogische Vielfalt und auch die räumlichen Schwierigkeiten vor Ort anzusehen. Baden wächst: Durch die Baugebiete in der näheren Umgebung und den Anstieg der Schülerzahlen wird die Grundschule Baden in Zukunft mit vier ersten Klassen statt dreizügig einschulen. Dieser steigende Raumbedarf könnte das Ende der Kooperation und die Kündigung der bisher bestens eingegliederten Kooperationspartner und freien Träger bedeuten. Das wäre sehr bedauerlich. Seit 2005 befinden sich auf dem Badener Grundschul-Campus neben der Grundschule auch die Janusz-Korczak-Grundschule, die Lebenshilfe mit einer kooperativen KiTa und der Likedeeler Schule, sowie die Ortsteilbücherei Baden. Die auf Jahre stetig steigenden Schülerzahlen stellen die Stadt Achim in Baden und auch an den anderen städtischen Grundschulen vor große Herausforderungen. Ein Teil der am Grundschul-Campus untergebrachten Bildungseinrichtungen werden vom Landkreis gefördert. Eine gute Lösung kann es daher nur in Zusammenarbeit von Landkreis und Stadt geben. Jetzt das vorbildliche und eingespielte Miteinander aus Platzgründen mittels Kündigung zu beenden, wäre bedauerlich. In Baden ist Inklusion und Miteinander von unten gewachsen. Das sollte man bewahren. Ich vertraue auf die Stadt und den Landkreis, die sicher auch eine gute Lösung wollen.

Bildungstour im ersten Halbjahr

rechtschreibungMeine ersten vier Jahre als Landtagsabgeordneter haben mir reichlich Kontakt zu Schulen bei uns im Kreis beschert: Ob nun Diskussionsrunden mit Schülerinnen und Schülern, Gespräche mit dem Kollegium oder mit Schulleitungen, ob Engagement im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages an Schulen und bei von mir organisierten Kursbesuchen bei Gedenkstätten oder auch in verschiedene Richtungen vermittelnde Tätigkeiten auf Bitte von Eltern und/oder Elternvertretungen - die Kultuszuständigkeit des Landes in Kombination mit meinem kommunalpolitischen Wirken im Schulausschuss des Kreistages hat mir viele interessante Einblicke und Eindrücke sowie auch manchen Auftrag verschafft. Das erste Halbjahr 2017 möchte ich - in gebotener Entfernung zum Landtagswahlkampf - gerne nutzen, um Kenntnisse und Erkenntnisse zu erweitern, um neue Kontakte zu knüpfen und Bestehende zu vertiefen. Eindrücke und Infos direkt vor Ort zu sammeln, halte ich für sehr wichtig. Deshalb möchte ich gerne in allen sechs Kommunen, die ich seit 2013 im Niedersächsischen Landtag als direkt gewählter Abgeordneter vertreten darf, im ersten Halbjahr Schulen besuchen. Dabei ist es mir wichtig, möglichst alle Schulformen, die wir zwischen Dörverden und Achim haben, zu besuchen: Die Herausforderungen an unseren Grundschulen sind sicher zumindest teilweise andere als die an der BBS in Dauelsen. Einige Themen und Fragen werde ich mitbringen, vor allem geht es mir aber darum, zuzuhören und die Anregungen und Probleme unserer Schulen aufzunehmen. Die ersten Termine sind fix, ich freue mich auf die Eindrücke meiner Bildungstour 2017.

Unterrichtsversorgung im Sinkflug

Wie beim GaW liegt nun auch beim DOG in Verden die Unterrichtsversorgung unter 100 %.

Wie beim GaW liegt nun auch beim DOG die Unterrichtsversorgung unter 100 %.

Die jetzt vorliegenden Daten des Kultusministeriums zur Versorgung der allgemein-bildenden Schulen mit Lehrkräften in Niedersachsen sind ein Dokument des Scheiterns: Nur noch 99,5 Prozent Unterrichtsversorgung - das ist der niedrigste Wert der letzten 10 Jahre! Ein Wert, der für viele Schulen und für viele Schüler Stundenausfall bedeutet. In nur drei Jahren hat Ministerin Heiligenstadt (SPD) die Unterrichtsversorgung in Niedersachsen an die Wand gesetzt! Landesweit liegen Haupt- und Realschulen, Oberschulen, Förderschulen, Gymnasien und Gesamtschulen allesamt unter 100 Prozent. Im Kreis Verden ist die Unterrichtsversorgung zwar insgesamt noch überdurchschnittlich, allerdings ist auch hier bei uns ein Rückgang zu verzeichnen. Die aktuellen Werte hatte ich mit meinen CDU-Fraktionskollegen schriftlich bei der Landesregierung erfragt. Die Durchschnittswerte vom Stichtag 15. September 2015 sagen wenig über die tatsächliche Lehrerversorgung an den einzelnen Schulen aussagen. Darum habe ich mir auch die Daten für alle Schulen des Landkreises Verden vorlegen lassen. Es zeigen sich an vielen Schulen große Lücken. An 13 Schulen im Kreis liegt die Unterrichtsversorgung inzwischen unter 100 Prozent. Die beiden Förderschulen in Achim und Verden liegen nur noch bei inakzeptablen 90 % und auch alle vier Vollgymnasien in Achim und Verden liegen nun unter 100 Prozent Unterrichtsversorgung. Die Stichtagswerte für das Gymnasium am Wall mit 96,2 % und für das Achimer Gymnasium am Markt mit 97,4 % sind schockierend! Die Unterrichtsversorgung an den Gymnasien in Niedersachsen (99,8 %) liegt um mehr als drei Prozentpunkte unter dem Wert vor der Regierungsübernahme von Rot-Grün in Hannover (102,9 %). » Weiterlesen

CDU: Mehr Mittel für Sprachförderung erforderlich

cdu-fraktionslogo lineDie CDU-Landtagsfraktion fordert von der rot-grünen Landesregierung mehr Engagement bei der Sprachförderung von Flüchtlingskindern. „Viele der schulpflichtigen Flüchtlingskinder, die in den letzten Monaten nach Niedersachsen gekommen sind, sprechen nur wenig oder gar kein Deutsch", sagt unser Fraktionsvorsitzender Björn Thümler. „Es ist unsere Aufgabe, ihnen die Möglichkeit zu geben, die Sprache in den Schulen möglichst schnell zu lernen." Die Anstrengungen der Landesregierung in diesem Zusammenhang sind angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen leider absolut unzureichend. „Wenn die Zahl der Kinder ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen so stark ansteigt wie in den letzten Monaten, muss die Landesregierung reagieren", fordert Björn Thümler. Einen Antrag der CDU-Fraktion, die Mittel zur Sprachförderung in Schulen um vier Millionen Euro aufzustocken, hatten SPD und Grüne im Rahmen der Haushaltsberatung 2014 abgelehnt. Die Regierungsfraktionen haben gerade mal ein Achtel dieser Summe, also 500.000 Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt. Das kritisiere ich, denn diese Summe reicht absehbar hinten und vorne nicht.Bei allem wohlklingenden Gerede der Landtagsmehrheit über "Willkommenskultur" wäre es doch schön, wenn man das auch in praktischer Politik mal merken könnte! In einer schriftlichen Anfrage will der CDU-Fraktionsvorsitzende deshalb jetzt von der Landesregierung wissen, wie die Sprachförderung derzeit aufgestellt ist und welche Maßnahmen angesichts der aktuellen Situation und den wachsenden Herausforderungen geplant sind. Ich finde, dass Sprache ist der wichtigste Schlüssel ist, um sich in einem fremden Land zurechtzufinden.

Verdener Gespräch der VAZ zum neuen Schulgesetz

In der "Verdener-Aller-Zeitung" vom 27. November habe ich das "Verdener Gespräch" als Namensbeitrag geschrieben:
Ein Plakat der Schülerdemo in Verden im November 2013

Ein Plakat der Schülerdemo in Verden im November 2013

In seiner ersten Regierungserklärung als Ministerpräsident redete Stephan Weil Anfang 2013 davon, dass er Schluss machen wolle mit dem seit Jahrzehnten dauernden Streit um Schulstrukturen. Das widersprach zwar dem Programm von SPD und Grünen, aber einen Erkenntnisgewinn darf man ja nie ausschließen. Ich fände es wichtig und richtig, dass man Schule in der gefundenen Struktur mal ein paar Jahre in Ruhe arbeiten lässt und nicht ständig zu Lasten der Schülerinnen und Schüler umbaut! Diese Erkenntnis hat sich in Hannover leider nicht durchgesetzt. Der kürzlich vorgelegte Entwurf eines neuen Schulgesetzes geht in die andere Richtung: Die Abschaffung der Schullaufbahnempfehlung zum Ende der Grundschulzeit, der Einstieg in die Abschaffung sämtlicher Noten in der Grundschule sowie die Aufwertung der Integrierten Gesamtschulen insbesondere gegen Gymnasien und Oberschulen wird in Niedersachsen steinalte Strukturdebatten befeuern. Der ideologisch motivierte Kampf um das “richtige Schild” vor der Schule ist in vollem Gange. Vieles davon ist so neu und zukunftsgewandt wie schwarzweiß-Fernsehen. Der Verband der Elternräte an Gymnasien spricht von einer “aufgebrachten Stimmung, die sich durch den Schulgesetzentwurf weiter zuspitzen wird” und warnt, dass die Gymnasial-Eltern weiteren “leeren Lippenbekenntnissen der Landesregierung nicht tatenlosen zusehen” werden. Auch der Philologenverband fürchtet einen starken Qualitätsverlust durch die Schwächung der Gymnasien. Dass zum Halbjahreswechsel 2014/2015 für den gesamten Zuständigkeitsbereich der Schulbehörde Lüneburg nur zehn neue Lehrerstellen für Gymnasien ausgeschrieben werden, untermauert die Schlechterstellung der Gymnasien. Allein am Cato-Gymnasium in Achim gehen sechs Lehrer in Pension. Die Unterrichtsversorgung an unseren Gymnasien wird weiter sinken. GaW und DoG sind laut letzter Statistik bereits unter dem Landesschnitt. Kürzlich hat die Kultusministerin entschieden, den Termin für die statistische Erhebung der Unterrichtsversorgung für das zweite Schulhalbjahr abzuschaffen. Was ich nicht seh, tut auch nicht weh!? Das neue Schulgesetz besiegelt das Ende der Förderschulen Lernen und Sprache. Ich halte das für einen Fehler. Zum einen, weil es das Wahlrecht der Eltern massiv einschränkt. Zum zweiten, weil die Förderung durch Sonderpädagogen an den übrigen Schulen nicht ausreichend ist. Sowohl für die Kinder und deren Eltern, aber auch für die Schulen und nicht zuletzt für die Förderschullehrer, die täglich als Stundenkräfte in Sachen Sonderpädagogik durch den Landkreis touren müssen, ist das eine Zumutung! Inklusion ist ein wichtiges Recht. Daraus einen Zwang zu machen, ist Ideologie.  » Weiterlesen
1 2