Sparkassen-Verwaltungsräte leisten gute Arbeit

Die Europäische Zentralbank (EZB) will die Qualifikationsanforderungen auch für Sparkassen-Aufseher erheblich verschärfen und künftig nur noch ausgewiesene Finanzexperten in den Verwaltungsräten zulassen - das geht in meinen Augen deutlich über das Ziel hinaus. Sicher ist es grundsätzlich richtig, Fachleuten die Aufsicht über Banken zu überlassen. Hier wird jedoch der Versuch unternommen, die regional aufgestellten Sparkassen mit systemrelevanten Großbanken gleichzusetzen. Das ist auch ein Angriff auf die bewährte Aufsichtsstruktur unserer Kreissparkasse. Schon jetzt gibt es ja klare Anforderungen für die Verwaltungsratsmitglieder, die im Niedersächsischen Sparkassengesetz geregelt sind: Ohne Erfahrung und Sachkunde kommt niemand in den Sparkassen-Verwaltungsrat! Darüber hinaus steht die CDU zur lokalen Mitbestimmung bei den Sparkassen: Seit Jahrzehnten leisten unsere Kommunalpolitiker und die von ihnen entsandten Verwaltungsratsmitglieder gute Arbeit bei der Sparkassenaufsicht. Nicht umsonst steht unsere Kreissparkasse so gut da! Wir wollen, dass auch in Zukunft diejenigen ein Auge auf unsere Sparkasse haben, die von den Bürgern im Landkreis gewählt worden sind und die vor Ort engagiert und verwurzelt sind! » Weiterlesen

BBS-Besuch: Gute Schule mit problematischer Unterrichtsversorgung

In einer aktuellen Pressemitteilung greife ich die stetig sinkende Unterrichtsversorgung in Niedersachsen auf. Das ist kein theoretisches Zahlenspiel, es geht vielmehr um verlässliche Bildungsqualität auch an unseren Schulen. Im laufenden Schuljahr herrscht auch an mehreren Schulen im Kreis Verden  massiver Lehrermangel: Zum letzten Stichtag hatten 12 Schulen im Landkreis unter 100 % Unterrichtsversorgung. Seitdem hat sich die Lage an vielen Schulen eher weiter verschlechtert. Aber auch Werte um 100 % sind nicht immer auskömmlich, zum Beispiel sind Grundschulen auf höhere Werte angewiesen, die sie vor drei, vier Jahren auch noch hatten, weil eine durchgehende Bildung nebst Zusatzbedarfen und Betreuung als verlässliche Grundschulen zu gewährleisten ist. Auch die Auswirkungen des Lehrermangels auf die berufliche Bildung müssen stärker in den Fokus genommen werden. Bei einem Schulbesuch an der BBS in Verden-Dauelsen wurde deutlich, dass die Unterrichtsversorgung dort unter dem Landesdurchschnitt von 88 % liegt. Auch als Mitglied des Schulausschusses des Kreistags bin ich besorgt über die sinkende Unterrichtsversorgung. An unserer BBS in Dauelsen werden über 3.000 Schüler mit großem Engagement unterrichtet und vielfältig auf schulische und berufliche Abschlüsse vorbereitet. Man kann nicht in Sonntagsreden den Fachkräftemangel beklagen - und dann unsere Berufsschulen im Lande hinsichtlich der Lehrerversorgung im Regen stehen lassen! Vor zwei Jahrzehnten war ich selbst Schüler der BBS in Dauelsen, zunächst als Abiturient im Fachgymnasium Wirtschaft und dann als Berufsschüler während meiner Sparkassenlehre. Daher fühle ich mich der BBS besonders verbunden. Die inhaltliche Arbeit der Schule und auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Schulträger Landkreis Verden bewerten Schulleiter Manfred Runge und sein Stellvertreter Norbert Mäteling positiv: "Der Landkreis investiert über alle Parteigrenzen hinweg unumstritten enorme Summen in die Modernisierung der BBS", lobt Runge. Diese finanzielle Unterstützung des Schulträgers gelte sowohl für die Sanierung der Schulgebäude als auch für die Ausstattung der Schule zum Beispiel im IT-Bereich und bei den runderneuerten Küchen. Auch bei der Sprachförderung für Flüchtlinge werden an der BBS wichtige Beiträge zur Integration erarbeitet. Stellenbefristungen sorgen hier in der Schulpraxis aber für Probleme.

Wolfspopulation begrenzen – Artenvielfalt und offene Kulturlandschaft sichern

Eines Vorweg: Die Rückkehr des Wolfes nach Niedersachsen ist ein Erfolg für den Artenschutz! Allerdings führt das Nebeneinander von Mensch und Wolf sowie die zunehmenden Angriffe von Wölfen auf Weidetiere zu Problemen in unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft. Mit den zunehmenden Übergriffen auch auf ausgewachsene Rinder ist eine neue Stufe erreicht. Wolfssichere Einzäunungen sind besonders in unseren Grünlandregionen und Deichzonen kaum möglich und insgesamt finanziell auchvöllig unverhältnismäßig. Und kilometerlange wolfssichere Zäune werden zudem auch die Lebens- und Bewegungsräume unseres heimischen Wildes einschränken. Die Artenvielfalt würde dadurch bedroht! Die Populationsentwicklung des Wolfes darf deshalb auch aus Tierschutzgründen nicht dazu führen, dass Weidetiere zukünftig vermehrt in Ställen gehalten und Wildtiere von ihren natürlichen Nahrungsflächen ausgesperrt werden. Außerdem unterstütze ich die klare Forderung der CDU-Landtagsfraktion, dass der Umgang mit verhaltensauffälligen Wölfen klar geregelt werden muss. Ausgehend von aktuell rund 80 Wölfen wird sich die Wolfspopulation in Niedersachsen mit einer von Experten prognostizierten Steigerungsrate von rund 30 % pro Jahr ausdehnen. Damit einhergehend werden Weidetierrisse besonders in Grünland- und Deichregionen erheblich zunehmen. Eine Regulierung der Wolfspopulation ist daher für uns im ländlichen Raum unausweichlich. Ich finde, damit sollten wir uns rechtzeitig und sachlich-ruhig befassen. Es geht um Abwägungsentscheidungen für die Artenvielfalt und für unsere offene Kulturlandschaft auch im Landkreis Verden.  

Bildungstour im ersten Halbjahr

rechtschreibungMeine ersten vier Jahre als Landtagsabgeordneter haben mir reichlich Kontakt zu Schulen bei uns im Kreis beschert: Ob nun Diskussionsrunden mit Schülerinnen und Schülern, Gespräche mit dem Kollegium oder mit Schulleitungen, ob Engagement im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages an Schulen und bei von mir organisierten Kursbesuchen bei Gedenkstätten oder auch in verschiedene Richtungen vermittelnde Tätigkeiten auf Bitte von Eltern und/oder Elternvertretungen - die Kultuszuständigkeit des Landes in Kombination mit meinem kommunalpolitischen Wirken im Schulausschuss des Kreistages hat mir viele interessante Einblicke und Eindrücke sowie auch manchen Auftrag verschafft. Das erste Halbjahr 2017 möchte ich - in gebotener Entfernung zum Landtagswahlkampf - gerne nutzen, um Kenntnisse und Erkenntnisse zu erweitern, um neue Kontakte zu knüpfen und Bestehende zu vertiefen. Eindrücke und Infos direkt vor Ort zu sammeln, halte ich für sehr wichtig. Deshalb möchte ich gerne in allen sechs Kommunen, die ich seit 2013 im Niedersächsischen Landtag als direkt gewählter Abgeordneter vertreten darf, im ersten Halbjahr Schulen besuchen. Dabei ist es mir wichtig, möglichst alle Schulformen, die wir zwischen Dörverden und Achim haben, zu besuchen: Die Herausforderungen an unseren Grundschulen sind sicher zumindest teilweise andere als die an der BBS in Dauelsen. Einige Themen und Fragen werde ich mitbringen, vor allem geht es mir aber darum, zuzuhören und die Anregungen und Probleme unserer Schulen aufzunehmen. Die ersten Termine sind fix, ich freue mich auf die Eindrücke meiner Bildungstour 2017.

Hausärzteversorgung: KVN arbeitet an Verbesserungen

Die hausärztliche Versorgung in der Gemeinde Dörverden war Kernpunkt eines Gesprächs, das ich zusammen mit dem Dörverdener Ratsvorsitzenden Hans Hermann in der Bezirksstelle der Kassenärztlichen Vereinigung in Verden führte. Die KVN arbeitet an einer Verbesserung der nach einer Praxisschließung in Eystrup angespannten Lage.
Mit Hans Hermann (r.) bei der KVN-Bezirksstelle in Verden

Gutes Gespräch: Mit Hans Hermann (r.)  bei der KVN-Bezirksstelle in Verden

Angesichts der zum Jahreswechsel aus gesundheitlichen Gründen erfolgten Schließung einer Allgemeinmediziner-Praxis in Eystrup hatte sich die Lage, also der Patientenandrang, in den Dörverdener Arztpraxen erkennbar verschärft. Für die Dörverdener Ärzte und ihre Mitarbeiterinnen, aber auch für die Patienten ist das natürlich belastend, zumal es inzwischen ja auch in Westen keine Arztpraxis mehr gibt. Hans Hermann und ich konnten der KVN über Kritik und Sorgen aus diversen Gesprächen vor Ort berichten. Der KVN-Bezirksvorsitzende Dr. Hans-Walter Fischer und KVN-Geschäftsführer Michael Schmitz informierten uns gut über die Hausärzteversorgung im Südkreis und in den angrenzenden Kommunen Rethem und Hoya-Eystrup. Dr. Fischer und Schmitz bestätigen ausdrücklich die derzeitigen Versorgungsengpässe in dieser Region. Hierzu gibt es einen engen Draht zur Verwaltung der Gemeinde Dörverden. Die KVN und Bürgermeister von Seggern tauschen sich regelmäßig aus. Das finde ich vorbildlich. Aktuell steht die KVN in aussichtsreichen Gesprächen, die eine Verbesserung der Situation in Rethem und in Eystrup noch im laufenden Jahr wahrscheinlich erscheinen lassen. Noch ist es für Jubelsprünge aber zu früh, die KVN will und muss gewissenhaft diese sinnvollen Verstärkungen zum Ziel bringen. Das würde dann auch die teilweise überlaufenen Praxen in Dörverden spürbar entlasten. Der Praxisstandort Dörverden muss für die medizinische Grundversorgung in der Gemeinde erhalten bleiben! In dieser Bewertung stimme ich der Spitze der KVN Verden uneingeschränkt zu.
1 2 3 4 11