Milchbetriebe sind gut auf Ende der Quote vorbereitet

In Ahnebergen mit Jörn Ehlers und Jörn Kücker. Mein Mitarbeiter Jörn Gehrmann war auch mit. Lauter Jörns!

In Ahnebergen mit Jörn Ehlers und Jörn Kücker. Mein Mitarbeiter Jörn Gehrmann war auch mit. Lauter Jörns!

Nach drei Jahrzehnten Mengenregulierung endete am 31. März die Zeit der Milchquote. Um mich über die Auswirkungen für die heimische Landwirtschaft zu informieren, habe ich mich heute direkt Ort informiert und den Hof von Landwirt Jörn Kücker in Ahnebergen besucht. Dabei spielte auch der schon im Vorfeld des Ablaufs der Milchquote feststellbare Rückgang des Milchpreises eine Rolle. Hintergrund: Von Januar 2014 bis Januar 2015 sank der Milchpreis von 41 Euro auf 31 Euro je 100 kg Kuhmilch. Die Milchviehhalter im Landkreis Verden sind auf den seit Jahren feststehenden Wegfall der Quote gut vorbereitet gewesen, erläuterte Jörn  Kücker: „Ich bin jedenfalls froh, dass die Quote jetzt weg ist. Für Betriebe, die viel Pachtflächen bewirtschaften, war die Quote in den letzten Jahren eine Entwicklungsbremse und auch ein Kostenfaktor!“. Der in diesem Jahr mehrfach ausgezeichnete landwirtschaftliche Betrieb hat rund 300 Kühe. Heute in Ahnebergen war auch unser Kreislandwirt und Landvolkvorsitzender Jörn Ehlers aus Holtum (Geest) dabei. Er bestätigte, dass insgesamt die Milcherzeuger im Landkreis gut vorbereitet sind: "Das strenge Mengenkorsett der Quote war eine teure Last und hat den Strukturwandel in der Landwirtschaft auch im Kreis Verden nicht aufhalten können." » Weiterlesen

Kritik an Vorgaben zum Blühstreifenprogramm

Landwirtschaftsminister Christian Meyer zieht bei vielen Themen in der Praxis große Lose!

Landwirtschaftsminister Christian Meyer zieht gerne große Lose! Dabei erwischt der Grüne Minister stets diesen Beutel.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Frank Oesterhelweg, kritisiert die diesjährigen Vorgaben des Niedersächsischen Agrarministeriums zur Anlage so genannter Blühstreifen als „vollkommen praxisfremd". So muss laut Ministerium die Aussaat bis zum 1. April erfolgen, wenn die Landwirte die Flächen als ökologische Vorrangflächen (ÖVF) geltend machen wollen. „Eine völlig unsinnige Vorgabe, die eindeutig zu Lasten der Blühpflanzenlandschaft in Niedersachsen geht", sagt Oesterhelweg. „Viele Sämereien, die für Blühstreifen und -Flächen genutzt werden, sind extrem frostempfindlich - schon leichter Frost, der durchaus bis in den Mai hinein möglich ist, genügt, um eine komplette Ansaat zunichte zu machen." Eine Neuansaat sei dann nicht mehr möglich. Die Folge: Die Flächen können den ihnen zugedachten Zweck als Insekten- und Bienenweide nicht erfüllen und liegen ein Jahr lang brach. Oesterhelweg: „Viele Landwirte schrecken deshalb in diesem Jahr vor der Teilnahme am Blühstreifenprogramm zurück." Dieser Kritik meines Fraktionskollegen Frank Oesterhelweg schließe ich mich voll und ganz an. Wenn der Landwirtschaftsminister an diesem handwerklichen Unsinn festhält, droht ein verlorenes Jahr für den Schutz der Artenvielfalt durch Blühstreifen in Niedersachsen. Gerade für uns im ländlichen Raum wäre es ärgerlich, wenn durch bürokratische Vorgaben Minister Meyers am Ende wieder mal das Gegenteil dessen erreich, was angestrebt wurde. Unser CDU-Fraktionsvize fordert Agrarminister Meyer deshalb auf, die Vorgaben für das Blühstreifenprogramm der landwirtschaftlichen Praxis anzupassen. Eine Anfrage an die Landesregierung zu diesem Thema sei bereits in der Vorbereitung. „Noch hat der Minister die Gelegenheit den Fehler zu korrigieren - zu lange Zeit sollte er sich allerdings nicht mehr lassen, damit die Aussaat rechtzeitig erfolgen kann", betont Frank Oesterhelweg in einer aktuellen Pressemitteilung der CDU-Landtagsfraktion.  

Hamburg wird Olympiabewerber!

logo-olympia HHDie Spitze des DOSB hat heute eine wichtige Vorentscheidung getroffen. Ich freue mich mit Hamburg für Deutschland! Hamburg wurde aufgrund des besseren Konzepts und der stärkeren Unterstützung vorgeschlagen. Nach der offiziellen Nominierung durch den DOSB am 21.03. in Frankfurt fängt die eigentliche Arbeit indes erst an: Bis zur Entscheidung des IOC in 2017 wird noch sehr viel Konzept- und Überzeugungsarbeit zu leisten sein - in Hamburg, im Norden, in Deutschland und - ohne krumme Touren - beim IOC! Eine große, aber auch schöne Herausforderung! Die WM 2006 war ein Fest für und in Deutschland, die Frauen-Fußball-WM 2011 war auch großartig. Der Imagegewinn, den unser Land dadurch weltweit erfahren hat, ist in Euro kaum aufzuwiegen! Deutschland kann das - mit den Menschen! Vor allem: wir können das sparsam, begeisternd und nachhaltig! Hamburg plant keine unnützen Sportpaläste, sondern hat ein prima Sportstättenkonzept inkl. schlüssiger Nachnutzung. Dazu eine beeindruckende konzeptionelle Nachhaltigkeit was Unterkünfte und Infrastruktur angeht. Vieles davon könnte und müsste im Sinne perspektivischer Stadtentwicklung in HH ohnehin in Angriff genommen werden. Olympia ist dafür ein klasse Vehikel. Davon kann der ganze Norden profitieren. Auch mit Blick auf Olympia unterstreiche ich: Wir brauchen die A20 und die A26 für die ganze Region! » Weiterlesen

Totenruhe achten – Friedhöfe als Trauerorte bewahren

Interview 2Anlässlich des Totensonntags am 23. November habe ich mich mit einer Pressemitteilung gegen eine Lockerung der Bestattungsregeln nach Bremer Vorbild ausgesprochen. Denn ich finde der Friedhof sollte in Niedersachsen zentraler Ort der Trauer bleiben - nicht das heimische Blumenbeet! Überlegungen, wonach in Niedersachsen der so genannte Friedhofszwang abgeschafft werden soll, lehne ich ab. Bestattungen auf dem eigenen Grundstück werden der Würde der Toten nicht in angemessener Weise gerecht, befürchte ich. Die Asche der Toten darf nach dem Bremer Modell nur ,bei Windstille‘ auf Privatgrundstücken verstreut werden - bereits die Vorstellung an eine derartige Form der Beisetzung finde ich etwas bizarr. Wird das überprüft? Wo sollen Mitmenschen trauern, die keinen Zugang zu dem betreffenden Privatgrundstück haben? Und wie wirkt sich eine Privatgrund-Bestattung, ob nun als Beerdigung oder als Ascheverstreuung bei einem möglichen späteren Grundstücksverkauf aus? Die Beisetzung auf einem Friedhof macht all diese Fragen überflüssig. Der veränderten gesellschaftlichen Bestattungs- und Grabpflegekultur müssen wir uns natürlich auch im Kreis Verden stellen - und dies erfolgt ja auch bereits: Friedwälder, Urnenbestattungen und Urnensammelfelder sind inzwischen auch in Landgemeinden wichtig und richtig. Und auch die Bestattungskultur anderer Religionen und Kulturkreise versuchen wir zu ermöglichen. Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich auch am Umgang mit den Toten. Deshalb bin ich für würdige Ruhestätten mit besonderer Achtung der Totenruhe!

Verbesserung bei schwieriger Hautärzte-Versorgung in Sicht

Im Gespräch mit der KVN

Mit Landrat Peter Bohlmann war ich bei der KVN in Verden

Die Ärzteversorgung im Landkreis Verden, insbesondere aktuelle Engpässe im Bereich der Dermatologie, waren Anlass für einen gemeinsamen Besuch mit Landrat Peter Bohlmann bei der Bezirksstelle der Kassenärztlichen Vereinigung in Verden. Geschäftsführer Michael Schmitz berichtete uns über erfolgversprechende Gespräche zur hautärztlichen Versorgung in Verden. Im Kreis Verden könnten derzeit zwei freie Arztplätze für Dermatologie besetzt werden. Vor allem in Verden ist es in diesem Jahr hier zu erheblichen Engpässen mit längeren Wartezeiten für Patienten gekommen. Für die niedergelassenen Hautärzte und deren Praxisteams sei die aktuelle Situation mit besonderer Belastung verbunden, berichtete KVN-Sprecher Schmitz. Er zeigte sich allerdings optimistisch, dass die Lage in Verden zeitnah verbessert werden kann. Diese positive Aussicht freut mich, denn in den letzten Wochen erreichten mich mehrfach Hinweise von Mitbürgern zur problematischen hautärztlichen Versorgung. Landrat Peter Bohlmann ging es diesbezüglich nicht anders. Auch die Versorgung der Region mit niedergelassenen Hausärzten wurde thematisiert. Hierzu habe ich auf die perspektivischen Probleme in der Gemeinde Dörverden hingewiesen, wo absehbar alle (!) praktizierenden Hausärzte innerhalb der nächsten 10 Jahre in den wohlverdienten Ruhestand eintreten werden. Diese Entwicklung habe die KVN bereits im Blick. Die Probleme ins Visir zu nehmen, ist schon mal ein Anfang. Zumindest werden bei der KVN nicht die Augen davor verschlossen. Insgesamt ist die Arztversorgung im Landkreis Verden nach wie vor gut, wusste KVN-Geschäftsführer Schmitz zu berichten. Unser Landrat Peter Bohlmann warb für eine gute Einbindung von Facharztpraxen an den beiden Krankenhaus-Standorten in Verden und Achim: „Die Kooperation und kurzen Wege zwischen den ambulanten Praxen und unseren Krankenhäusern in Achim und Verden bieten viele Vorteile für die gemeinsamen Patienten. Ein Grund dafür, dass wir diesen Weg der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit weiter ausbauen wollen.“ Finanzielle Zuschussprogramme des Landkreises für die Ansiedlung von Haus- und Fachärzten finden derzeit weder bei KVN-Geschäftsführer Schmitz noch bei Landrat Bohlmann und auch nicht bei mir Zustimmung. Solche Ansiedlungszuschüsse benachteiligen Ärzte, die sich bislang ohne solche Förderung hier niedergelassen haben. Zudem sind sie häufig an Bedingungen und Auflagen geknüpft. Sinnvoller kann laut Michael Schmitz aber - anstelle bedingter finanzieller Förderung - die organisatorische Unterstützung der Kommunen für ansiedlungswillige Ärzte sein, zum Beispiel Hilfen bei der Suche passender Räumlichkeiten.
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