Wolfspopulation begrenzen – Artenvielfalt und offene Kulturlandschaft sichern

Eines Vorweg: Die Rückkehr des Wolfes nach Niedersachsen ist ein Erfolg für den Artenschutz! Allerdings führt das Nebeneinander von Mensch und Wolf sowie die zunehmenden Angriffe von Wölfen auf Weidetiere zu Problemen in unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft. Mit den zunehmenden Übergriffen auch auf ausgewachsene Rinder ist eine neue Stufe erreicht. Wolfssichere Einzäunungen sind besonders in unseren Grünlandregionen und Deichzonen kaum möglich und insgesamt finanziell auchvöllig unverhältnismäßig. Und kilometerlange wolfssichere Zäune werden zudem auch die Lebens- und Bewegungsräume unseres heimischen Wildes einschränken. Die Artenvielfalt würde dadurch bedroht! Die Populationsentwicklung des Wolfes darf deshalb auch aus Tierschutzgründen nicht dazu führen, dass Weidetiere zukünftig vermehrt in Ställen gehalten und Wildtiere von ihren natürlichen Nahrungsflächen ausgesperrt werden. Außerdem unterstütze ich die klare Forderung der CDU-Landtagsfraktion, dass der Umgang mit verhaltensauffälligen Wölfen klar geregelt werden muss. Ausgehend von aktuell rund 80 Wölfen wird sich die Wolfspopulation in Niedersachsen mit einer von Experten prognostizierten Steigerungsrate von rund 30 % pro Jahr ausdehnen. Damit einhergehend werden Weidetierrisse besonders in Grünland- und Deichregionen erheblich zunehmen. Eine Regulierung der Wolfspopulation ist daher für uns im ländlichen Raum unausweichlich. Ich finde, damit sollten wir uns rechtzeitig und sachlich-ruhig befassen. Es geht um Abwägungsentscheidungen für die Artenvielfalt und für unsere offene Kulturlandschaft auch im Landkreis Verden.  

Mit 94 % Zustimmung als Kandidat nominiert: DANKE!

Karin und Adrian Mohr mit David McAllister

Karin und Adrian Mohr mit David McAllister

Mit einem sehr schönen Ergebnis von 94 % JA-Stimmen haben mich die CDU-Mitglieder aus den Stadtverbänden Achim und Verden sowie aus den Gemeindeverbänden Dörverden, Kirchlinteln, Langwedel und Thedinghausen am Donnerstag-Abend in Bierden als CDU-Kandidat für die Landtagswahl im Januar 2018 nominiert. Ich freue mich sehr über dieses gute Ergebnis und die starke Unterstützung meiner Kandidatur. Ich bedanke mich herzlich für das Vertrauen der CDU-Mitglieder und auch für die große Unterstützung meiner Frau Karin und meiner Freunde. Ich lege großen Wert darauf, dass bei der CDU die Mitglieder die Möglichkeit haben, über ihren Kandidaten oder ihre Kandidatin direkt zu entscheiden. Die Basis entscheidet das, nicht vorbestimmte Delegierte. Dass die SPD im Landkreis Verden auch 2017 immer noch die Nominierung über basisferne Delegiertenkonferenzen vornimmt, finde ich überholt. Warum soll man Mitglied einer Partei werden, wenn man als einfaches Mitglied nicht einmal bei so elementaren Personalentscheidungen mitwirken kann? In meiner Kandidatenrede habe ich sowohl landespolitische Schwerpunkte als auch wichtige Themen und Anliegen aus dem Wahlkreis angesprochen. Natürlich gibt es da viele Überschneidungen, denn landespolitische Themen sind ja mit einigen Ausnahmen meist nicht abgehoben, sondern berühren oft auch uns im Landkreis Verden, unsere Städte und Gemeinden: - Polizei und Innere Sicherheit, - Landwirtschaft und ländlicher Raum, - Haushalt und Finanzen, - Kitas und Gebühren, Inklusion, Schule und Unterrichtsversorgung, - Gesundheitswesen und Krankenhaus-Strukturen, - Digitalisierung, Verwaltungs- und Bildungsmodernisierung, - Verkehrs-, Infrastruktur- und Wirtschaftsförderung. » Weiterlesen

Namensbeitrag in der VAZ: „Verdener Gespräch" vom 21. Januar

p1185863782-5Das heutige “Verdener Gespräch” nutze ich für drei Themen.
Erstens: Der starke Zustrom von Flüchtlingen und Migranten fordert uns auch im Landkreis Verden. Weder undifferenzierte “Willkommenskultur” noch radikalisierte Untergangshysterie werden der schwierigen Lage gerecht. Eine Begrenzung des massiven Zustroms erreicht man nicht durch Talkrunden, Zahlenspiele und Obergrenzen, sondern durch konkretes politisches Handeln. Auch deshalb muss auf das Asylpaket I ein zweites Gesetzespaket kommen, wie von den Parteivorsitzenden Frau Merkel, Gabriel und Seehofer vereinbart. Ich hoffe, dass wirksame und konkrete Schritte nicht weiter von den rot-grünen Ländern blockiert werden. Es hilft nicht, wenn der niedersächsische SPD-Ministerpräsident die Bundeskanzlerin zu einer Kursänderung auffordert, selbst aber notwendige Schritte blockiert. Der Forderung der CSU und unseres Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt nach einem besseren Schutz der deutschen Staatsgrenze schließe ich mich ausdrücklich an.
Zweitens: Der Kommunalverbund Bremen-Niedersachsen erweist sich immer mehr als einseitige Schaufenster-Veranstaltung. Wenn auf Bremer Seite nahe der Landesgrenze ein Mega-Möbelhaus mit 55.000 Quadratmetern Verkaufsfläche und mehreren Tausend qm weiterer Marktfläche genehmigt wird, läuft das am Kommunalverbund vorbei. Bei Plänen für Stuhr, Achim oder Posthausen wollen die Bremen über den Kommunalverbund hingegen mitreden. Was nützen Vereinbarungen über Ländergrenzen, wenn die eine Seite sich nicht daran gebunden sieht? Für uns im Umland hat dieser Verbund in den letzten Jahren unterm Strich nichts erreicht! Ein Kommunalverbund in dieser Form ist Zeit und Geldverschwendung.
Drittens: Der Wasserförderantrag des Trinkwasserverbandes ist so nicht genehmigungsfähig. Das war absehbar. Mit Blick auf die Rechtslage wurde lange davor gewarnt. Das alles wollte man an der Spitze des TV nicht wahrnehmen. Kritiker, Umweltverbände, Landeigentümer waren laut Verbandsvorsteher Meinken “Populisten”. Konsequenzen aus gutachterlichen Erkenntnissen zog man im Zuge der Antragstellung nicht. Dafür stellte der Verbandsvorsteher in seinem Geleitwort in der letzten bunten und weitgehend inhaltsleeren “Wasserzeitung” - von unseren Kundengeldern bezahlt - die verstiegene Behauptung auf, dass man alle Kritik abgearbeitet habe und dass die Wasserversorgung Bremens vorrangiges Ziel sei. Einspruch! Ich sehe meine Kritik nicht als erledigt an, sondern als bestätigt! Die Realitätsfremde der Verbandsführung führt den TV in schwieriges Fahrwasser.
Adrian Mohr

Antrag: 250 zusätzliche Anwärterstellen für die Polizei

Logo_LDT_P_W_h30_cmyk.inddDie CDU fordert im Rahmen der Haushaltsberatungen in dieser Woche im Landtag die Ausbildung zusätzlicher Polizeikräfte in Niedersachsen. Als Berichterstatter der CDU für den Bereich “Inneres und Sport” im Haushaltsausschuss habe ich in den letzten Wochen am Vorschlag meiner Fraktion mitgewirkt: Bis 2019 sollen zur Stärkung der Inneren Sicherheit jährlich 250 zusätzliche junge Anwärterinnen und Anwärter bei der Landespolizei eingestellt werden. Davon würde dann auch die Polizei im Landkreis Verden profitieren. Für 2016 verursachen diese Pläne Mehrausgaben von 4,6 Millionen Euro. Um die Polizeibeamten von Verwaltungsaufgaben zu entlasten sollen 2016 zudem 200 zusätzliche Mitarbeiter für die Polizei eingestellt werden. Dafür beinhaltet unser CDU-Haushaltsantrag 3,6 Millionen Euro.
Trotz der Mehrausgabe strebt die CDU insgesamt mit ihrem Haushaltsantrag eine Verringerung der Neuverschuldung an. Die Kombination aus Rekordsteuereinnahmen, historisch niedrigem Zinsniveau, Ausgabendisziplin und nach wie vor hohen Rücklagen erlaubt es, Niedersachsens Neuverschuldung trotz der Belastungen durch die Flüchtlingskrise um 260 Millionen Euro zu senken. Erforderlich hierfür ist ein Mix aus Einsparungen, Rücklagenentnahme und Mehreinnahmen. Der von Rot-Grün aufgeblähte Ministerialapparat muss verschlankt werden.
Der Landtag berät den Haushalt 2016 mit einem Gesamtvolumen von rund 29 Milliarden Euro in dieser Woche in Hannover - am heutigen Donnerstag schließen wir die umfangreichen Beratungen ab und werden über den Haushalt 2016 sowie die Änderungsanträge abstimmen.

Vollsperrung unterstreicht: Wir brauchen zweiten Allerübergang!

Vollsperrung der B-215: Chaos in Verden (Aller).

Vollsperrung der B-215: Chaos in Verden (Aller).

Der NDR, die Kreiszeitung und auch mehrere hiesige Onlinedienste melden es bereits seit Stunden: "Bei den laufenden Sanierungsarbeiten an den Allerbrücken in Verden wurde bei Betonschneidarbeiten der Längsträger beschädigt. Aufgrund des Ausmaßes des Schadens ist eine sofortige Vollsperrung für den Kfz-Verkehr erforderlich! Fußgänger und Radfahrer können die Brücken weiterhin passieren, teilt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit. Eine Abschätzung der Sperrdauer kann aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erfolgen." Gestern wurde im zuständigen Ausschuss des Landkreises ein Auftragsgutachten öffentlich vorgestellt, wonach ein weiterer Allerübergang bei Verden und Wahnebergen nicht erforderlich sei, weil es dafür schlicht kein hinreichendes Fahrzeugaufkommen gäbe. Die Kriterien jenes Gutachtens (insbes. Messstellen und Betrachtungsraum) sind kritisch zu sehen (wer Nachts Vögel beobachtet, kriegt auch wenig zu sehen). Eine ernsthafte Prognose für den tatsächlichen Bedarf, auch in Extremsituationen wie z. B. Brückensperrungen der Nord- oder Südbrücke (!), würde anders aussehen. Ich bleibe dabei: Die Kreisstadt Verden gen Süden nur über einen vollwertigen Allerübergang zu erschließen, ist aus vielen Gründen fatal. Seit heute Nachmittag müsste doch Jedem und Jeder in Kreis und Stadt Verden klar sein: Ab in die Tonne mit diesem Gutachten! Ich habe aber leider Zweifel, dass das erneute Verkehrschaos (das wohl schlimmer wird als alles bisher in Verden!) in Stadt und Kreis für ein Umdenken sorgen wird. Ich hoffe allerdings auf Einsicht und werbe mit Nachdruck dafür! Gemeinsam können wir das schaffen! » Weiterlesen
1 2