Kritik an der Reform der UEFA-Champions League berechtigt

wp_001377GOOD LUCK, Alexander Ceferin! Der neue UEFA-Chef zeigt sich selbstbewusster als gedacht: Er stellt die beschlossene Reform der UEFA-Champions League offen in Frage (darf ich den Namen der CL noch schreiben, ohne zahlungspflichtig zu werden?). Das finde ich mutig und richtig! Künftig sollen ja die vier "großen Ligen" (ENG, SPA, DEU und ITA) fest die Hälfte aller Teilnehmer stellen. Schon der Meister des 11. der Fünfjahreswertung der UEFA hätte keinen festen Platz mehr. Mehr Geld für die Großen, ja viel mehr Geld - so forderte es auch Karl-Heinz Rummenigge - und so soll es kommen, wenn die Reform 2018 wie geplant umgesetzt wird. Letztlich wird diese Gier der europäischen Top-Clubs zu Lasten des sportlichen Wettbewerbs in den jeweiligen Ländern gehen. Wenn es aber erst ab dem Viertelfinale der marktbeherrschenden Großclubs sportlich und finanziell richtig interessant wird, dann verliert z. B. die Bundesliga weiter an Spannung! » Weiterlesen

Zukunftsforum Ehrenamt in Celle

Zukunftsforum Ehrenamt Rede 2016„Unser gestriges Zukunftsforum Ehrenamt hat neben vielen guten Hinweisen drei klare Botschaften an die Politik und Gesellschaft definiert. Die ehrenamtlich Tätigen müssen von Bürokratie und Überregulierung entlastet werden, damit sie sich voll und ganz ihrem Engagement widmen können. Damit sie ihr Ehrenamt professionell ausüben können, müssen verlässliche und gut ausgebaute Aus- und Fortbildungsstrukturen für Führungskräfte in Vereinen und Verbänden vorgehalten werden“, erklärte Ulf Thiele, Generalsekretär der CDU in Niedersachsen. Ebenfalls seien die Schulen gefordert, „Lust auf freiwilliges Engagement zu wecken“, so Ulf Thiele. „Das Kultusministerium muss den Schulen die nötigen Freiräume lassen, damit die Kinder und Jugendlichen neben dem Unterricht und Ganztagsangeboten auch Zeit für erste Schritte ins Ehrenamt finden.“ „In Niedersachsen ist jeder dritte Bürger ehrenamtlich tätig. Damit sind wir bundesweit Spitze. Wir als CDU stehen darüber hinaus für eine Anerkennungskultur, die sich auch in steuerrechtlichen und sozialversicherungsrechtlichen Vorteilen für das Ehrenamt zeigt“, erläutert Adrian Mohr, Vorsitzender des Arbeitskreises Ehrenamt der niedersächsischen CDU. Zukunftsforum Ehrenamt Celle 2016Dr. h.c. Rudolf Seiters, Präsident des Roten Deutschen Kreuzes, erklärte in seinem Impulsvortrag, dass die Politik und die Gesellschaft die nötigen Rahmenbedingungen für das Ehrenamt schaffen müssen: „Der Staat darf das ehrenamtliche Engagement nicht mit Vorschriften und Regelungen überfrachten. Ehrenamt braucht die nötigen Freiräume“. Darüber hinaus müsse es für die ehrenamtlich Tätigen auch Anreize geben, ihr Engagement auszuführen. „Betriebe sollten ehrenamtliches Engagement durch unkomplizierte Freistellungen und Anerkennung des Ehrenamtes als berufliches Praktikum würdigen. Auch bei der Aufnahme eines Studiums sollte das ehrenamtliche Engagement Berücksichtigung finden.“ » Weiterlesen

Enttäuscht über Hamburger Nein zu Olympiabewerbung

Olympiaplan HH 2024Während zeitgleich rund 65 % der Kieler im Rahmen des dortigen Olympia-Referendums für die Bewerbung als Segelstandort für Olympia 2024 votiert haben, hat in Hamburg bei passabler Wahlbeteiligung eine Mehrheit von 52 % gegen eine Olympiabewerbung gestimmt. Diese Ablehnung ist eine große Enttäuschung und natürlich eine herbe Niederlage für alle, die sich engagiert für eine Bewerbung um olympische und paralympische Spiele eingebracht haben. Meiner festen Überzeugung nach hätte der Norden insgesamt erheblich profitieren können - wirtschaftlich, sportlich, touristisch, gesellschaftlich! Die furchtbaren Terroranschläge in Paris, strukturelle Probleme und Korruptionsfälle in Sportdachverbänden (FIFA, IOC), die aktuellen und absehbaren Belastungen durch die Flüchtlingskrise, das planerische und bauliche Dilemma bei der Elbphilharmonie - das alles und manche Punkte mehr haben die Kritiker beflügelt und mobilisiert. Auch wenn diese kritischen Punkte sicher nicht schlicht wegzuwischen sind, hätte ich mir in der Gesamt-Abwägung ein JA gewünscht. Etwas mehr Optimismus, etwas mehr Wagemut, etwas mehr Aufbruch! Die offenkundig sehr kritisch bewertete Kostendiskussion halte ich für maßlos überzogen! Fast schon für absurd! Die originären Veranstaltungskosten waren komplett durch lfd. Einnahmen und IOC-Zuschüsse gedeckt. Für die vorsichtig und transparent (inkl. Preissteigerungen bis 2024) geplanten Infrastrukturkosten von knapp 7 Milliarden Euro hätten sich Bund und Hamburg und in Teilen die norddeutschen Nachbarländer einigen müssen. Wir reden über 7 Milliarden für 7 Jahre. Das ist kein Pappenstil, aber allein das Volumen der Bundeshaushalte für diesen Zeitraum dürfte sich auf insgesamt rund 2.500 Milliarden Euro (!) belaufen. Und die Investitionen in moderne Verkehrswege, Sportinfrastruktur und Stadtentwicklung hätte Hamburg und dem Norden über Jahrzehnte gedient!!! Eine Mehrheit der Bürger in Hamburg hat das anders gesehen. Das ist wie gesagt enttäuschend, aber demokratisch zu akzeptieren! » Weiterlesen

Feuer und Flamme statt Asche und Glut!

logo-olympia HHDie CDU-Landtagsfraktion und die Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN) unterstützen die Bewerbung Hamburgs um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2024. Anlässlich der gestrigen Fraktionssitzung in der potentiellen niedersächsischen Wettkampfstätte in Luhmühlen hat unser CDU-Fraktionsvorsitzender Björn Thümler festgehalten: „Wirtschaft und Gesellschaft in Niedersachsen würden enorm von Spielen in Hamburg profitieren. Niedersachsen hätte die große Chance, sich mit seinen Sportstätten in Luhmühlen und Garlstorf sowie den Stadien und Sportarenen in Hannover, Wolfsburg und Braunschweig als guter Gastgeber sportlicher Großereignisse zu präsentieren." Olympische Wettbewerbe in vorhandenen, intakten Sportstätten in Niedersachsen haben zudem den Vorteil, dass in Hamburg auf teure Neubauten verzichtet werden kann. Eine erfolgreiche Hamburger Bewerbung wäre eine einmalige Chance für das Sportland Niedersachsen! Olympische Spiele in Hamburg brächten auch einen Schub für wichtige Verkehrsprojekte und für den Tourismus im Norden. Olympische Spiele und Paralympics 2024 bzw. 2028 bieten auch viele Ansätze, um die in einigen Bereichen defizitäre Zusammenarbeit der norddeutschen Länder zu verbessern. In den letzten Wochen habe ich hierzu ein Positionspapier für die Fraktion vorbereitet: „Niedersachsen ist Feuer und Flamme - Olympia in Hamburg ist Chance für den Norden". Darin werden die Chancen und Perspektiven der Olympia-Bewerbung für Niedersachsen und den Norden thematisiert. Aber auch die berechtigte Kritik an Fehlplanungen bei sportlichen Großveranstaltungen der Vergangenheit sowie an intransparenten Strukturen bei den internationalen Sportdachverbänden spielen im Positionspapier eine Rolle. Nicht zuletzt vom Erfolg der angestrebten Reformen beim IOC wird es abhängen, ob und wie die unbestreitbar großartige olympische Idee wiederbelebt werden kann. Ohne wirkliche Reformen beim IOC wird es absehbar schwierig bleiben bzw. werden, in freiheitlichen Demokratien die erforderliche Akzeptanz und Unterstützung für die Durchführung Olympischer Spiele zu erreichen. » Weiterlesen

Vorsitz des Landesarbeitskreises Ehrenamt und Sport der CDU in Niedersachsen

Beim Sportforum der CDU Niedersachsen in Hannover mit dem Vorstandsvorsitzenden des LSB Reinhard Rawe.

Beim Sportforum der CDU in Hannover mit dem Vorstandsvorsitzenden des LSB Reinhard Rawe.

Seit rund einem Jahr darf ich als sportpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion das spannende und vielseitige Thema "Sport" federführend bearbeiten. Das macht mir Freude! Der Job als Sportsprecher kam letztes Jahr eher überraschend auf mich zu, ist aber wirklich eine tolle Aufgabe: Sportförderung in Niedersachsen, Fragen der Sicherheit in und um Bundesligastadien, Sportangebote für Flüchtlinge, Vereinssport für Kinder versus Ganztagsschule, die Zukunft der Sportvereine auf dem Lande, die sich ändernden Sportgewohnheiten vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, die Sport-Infrastruktur in Niedersachsen und Deutschland, die gute Zusammenarbeit mit den Sportfachverbänden und dem Landessportbund Niedersachsen - die Themenbreite ist groß und wie ich finde sehr interessant!
Bei seiner letzten Sitzung hat mich der Landesvorstand der CDU nun auf Vorschlag unseres CDU-Generalsekretärs Ulf Thiele MdL auch zum Vorsitzenden des “Landes-Arbeitskreises Ehrenamt und Sport der CDU in Niedersachsen” gewählt. Dem Arbeitskreis gehören rund 20 Mitglieder an, die aus allen Regionen Niedersachsens kommen und die sich besonders für die Themenfelder Sport und Ehrenamt interessieren und dort auch eine Menge fachliche und persönliche Erfahrungen mitbringen.
Bislang fungierte Editha Lorberg (Wedemark) als Vorsitzende dieses Arbeitskreises der Landes-CDU. Da meine Fraktionskollegin kürzlich zur Stellvertretenden Vorsitzenden unserer CDU-Landtagsfraktion gewählt wurde und sie in ihrem dortigen Zuständigkeitsbereich, der Innen- und Rechtspolitik, viele neue Aufgaben hat, sprach sie mich an, ob ich den Vorsitz des Landes-Arbeitskreises Ehrenamt und Sport der CDU übernehmen kann. Nach kurzer Bedenkzeit und familiärer Rücksprache sagte ich zu. Selbst wenn das sicher kein Amt ist, dass mich nun tagespolitisch oder zeitlich über Gebühr fordern wird, freue ich mich doch, dass ich den AK Ehrenamt nun moderieren darf und mir der Landesvorstand diese Aufgabe übertragen hat. Mit Blick auf den anlaufenden Prozess zur Formulierung eines neuen Grundsatzprogramms für die CDU in Niedersachsen kann diese Gremienarbeit ganz spannend sein, weil manche Punkte, die jetzt mit meiner Hilfe formuliert und programmatisch verankert werden, hoffentlich mal Gegenstand von Regierungshandeln in Niedersachsen werden. Dafür finde ich, lohnt sich "trockene Programmarbeit" dann auch.
 
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