BBS-Besuch: Gute Schule mit problematischer Unterrichtsversorgung

In einer aktuellen Pressemitteilung greife ich die stetig sinkende Unterrichtsversorgung in Niedersachsen auf. Das ist kein theoretisches Zahlenspiel, es geht vielmehr um verlässliche Bildungsqualität auch an unseren Schulen. Im laufenden Schuljahr herrscht auch an mehreren Schulen im Kreis Verden  massiver Lehrermangel: Zum letzten Stichtag hatten 12 Schulen im Landkreis unter 100 % Unterrichtsversorgung. Seitdem hat sich die Lage an vielen Schulen eher weiter verschlechtert. Aber auch Werte um 100 % sind nicht immer auskömmlich, zum Beispiel sind Grundschulen auf höhere Werte angewiesen, die sie vor drei, vier Jahren auch noch hatten, weil eine durchgehende Bildung nebst Zusatzbedarfen und Betreuung als verlässliche Grundschulen zu gewährleisten ist. Auch die Auswirkungen des Lehrermangels auf die berufliche Bildung müssen stärker in den Fokus genommen werden. Bei einem Schulbesuch an der BBS in Verden-Dauelsen wurde deutlich, dass die Unterrichtsversorgung dort unter dem Landesdurchschnitt von 88 % liegt. Auch als Mitglied des Schulausschusses des Kreistags bin ich besorgt über die sinkende Unterrichtsversorgung. An unserer BBS in Dauelsen werden über 3.000 Schüler mit großem Engagement unterrichtet und vielfältig auf schulische und berufliche Abschlüsse vorbereitet. Man kann nicht in Sonntagsreden den Fachkräftemangel beklagen - und dann unsere Berufsschulen im Lande hinsichtlich der Lehrerversorgung im Regen stehen lassen! Vor zwei Jahrzehnten war ich selbst Schüler der BBS in Dauelsen, zunächst als Abiturient im Fachgymnasium Wirtschaft und dann als Berufsschüler während meiner Sparkassenlehre. Daher fühle ich mich der BBS besonders verbunden. Die inhaltliche Arbeit der Schule und auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Schulträger Landkreis Verden bewerten Schulleiter Manfred Runge und sein Stellvertreter Norbert Mäteling positiv: "Der Landkreis investiert über alle Parteigrenzen hinweg unumstritten enorme Summen in die Modernisierung der BBS", lobt Runge. Diese finanzielle Unterstützung des Schulträgers gelte sowohl für die Sanierung der Schulgebäude als auch für die Ausstattung der Schule zum Beispiel im IT-Bereich und bei den runderneuerten Küchen. Auch bei der Sprachförderung für Flüchtlinge werden an der BBS wichtige Beiträge zur Integration erarbeitet. Stellenbefristungen sorgen hier in der Schulpraxis aber für Probleme.

CDU-Fragen: Ist Allerübergang noch ein Thema?

cropped-bruecke_bearbeitet-1.jpg“Spielt das Thema dritter Allerübergang, das die Menschen im Südkreis bewegt auf Ebene der beteiligten Verwaltungen keine Rolle mehr?” Diese und fünf weitere Fragen habe ich zusammen mit der Dörverdener CDU-Ratsfraktion jetzt schriftlich an Bürgermeister von Seggern (parteilos) und Landrat Bohlmann (SPD) eingereicht. Anlass ist das kürzlich den Dörverdener Ratsmitgliedern zur Verfügung gestellte Protokoll des ersten Treffens einer Verwaltungs-Arbeitsgruppe zur Verkehrsentwicklung im Südkreis. Auf knapp einer Seite wurde festgehalten, was die Verwaltungsleute unter sich besprochen haben und planen. Informativ und aussagefähig ist das kurze Protokoll nicht gerade. Und leider findet das wichtige Thema weiterer Allerübergang überhaupt keine Erwähnung. Außerdem verunsichert uns, dass die Arbeitsgruppe jetzt erst mal bis zum Frühjahr vorhandene Daten sammeln und ordnen will, bevor man dort diskutiert, wie es weitergeht und ob man weitere Datenerhebungen braucht. Dann ist bald das erste Jahr seit der intonierenden Kreistagssitzung im Mai 2016 rum. Das geht uns zu langsam! Wichtigste Fragen sind, ob in der Arbeitsgruppe schon diskutiert wurde, “dass eine qualitativ aussagefähige und umfassende Analyse der Ziel- und Quellverkehre in und um Verden erforderlich ist, um Schlussfolgerungen und Maßnahmen zu entwickeln?" » Weiterlesen

Pferdelandtag in Verden: Weil leider ohne Botschaft

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Celler Hengste in Verden.

Nachdem Reitsport, Pferdezucht und die Bedeutung der Pferdewirtschaft für Niedersachsen bei der rot/grünen Landesregierung in den letzten Jahren praktisch keine Rolle gespielt haben, ist der “1. Pferdeland Niedersachsen-Tag” in der Niedersachsenhalle in Verden mit Ministerpräsident Weil (SPD) meiner Ansicht nach immerhin ein Zeichen, dass dieses wichtige Thema in Hannover nicht völlig aus dem Blickfeld geraten ist. Diesen Eindruck konnte man bislang haben, wenn man auf das im letzten Jahr vorgestellte neue Tourismuskonzept der Landesregierung schaut, in dem der Begriff Pferdeland kein einziges mal vorkommt und der Themenbereich Reitsport und Reittourismus auch nur unter ferner liefen erwähnt wird. Das wird der Bedeutung des Themas nicht gerecht. » Weiterlesen

Unterrichtsversorgung im Sinkflug

Wie beim GaW liegt nun auch beim DOG in Verden die Unterrichtsversorgung unter 100 %.

Wie beim GaW liegt nun auch beim DOG die Unterrichtsversorgung unter 100 %.

Die jetzt vorliegenden Daten des Kultusministeriums zur Versorgung der allgemein-bildenden Schulen mit Lehrkräften in Niedersachsen sind ein Dokument des Scheiterns: Nur noch 99,5 Prozent Unterrichtsversorgung - das ist der niedrigste Wert der letzten 10 Jahre! Ein Wert, der für viele Schulen und für viele Schüler Stundenausfall bedeutet. In nur drei Jahren hat Ministerin Heiligenstadt (SPD) die Unterrichtsversorgung in Niedersachsen an die Wand gesetzt! Landesweit liegen Haupt- und Realschulen, Oberschulen, Förderschulen, Gymnasien und Gesamtschulen allesamt unter 100 Prozent. Im Kreis Verden ist die Unterrichtsversorgung zwar insgesamt noch überdurchschnittlich, allerdings ist auch hier bei uns ein Rückgang zu verzeichnen. Die aktuellen Werte hatte ich mit meinen CDU-Fraktionskollegen schriftlich bei der Landesregierung erfragt. Die Durchschnittswerte vom Stichtag 15. September 2015 sagen wenig über die tatsächliche Lehrerversorgung an den einzelnen Schulen aussagen. Darum habe ich mir auch die Daten für alle Schulen des Landkreises Verden vorlegen lassen. Es zeigen sich an vielen Schulen große Lücken. An 13 Schulen im Kreis liegt die Unterrichtsversorgung inzwischen unter 100 Prozent. Die beiden Förderschulen in Achim und Verden liegen nur noch bei inakzeptablen 90 % und auch alle vier Vollgymnasien in Achim und Verden liegen nun unter 100 Prozent Unterrichtsversorgung. Die Stichtagswerte für das Gymnasium am Wall mit 96,2 % und für das Achimer Gymnasium am Markt mit 97,4 % sind schockierend! Die Unterrichtsversorgung an den Gymnasien in Niedersachsen (99,8 %) liegt um mehr als drei Prozentpunkte unter dem Wert vor der Regierungsübernahme von Rot-Grün in Hannover (102,9 %). » Weiterlesen

Namensbeitrag in der VAZ: „Verdener Gespräch" vom 21. Januar

p1185863782-5Das heutige “Verdener Gespräch” nutze ich für drei Themen.
Erstens: Der starke Zustrom von Flüchtlingen und Migranten fordert uns auch im Landkreis Verden. Weder undifferenzierte “Willkommenskultur” noch radikalisierte Untergangshysterie werden der schwierigen Lage gerecht. Eine Begrenzung des massiven Zustroms erreicht man nicht durch Talkrunden, Zahlenspiele und Obergrenzen, sondern durch konkretes politisches Handeln. Auch deshalb muss auf das Asylpaket I ein zweites Gesetzespaket kommen, wie von den Parteivorsitzenden Frau Merkel, Gabriel und Seehofer vereinbart. Ich hoffe, dass wirksame und konkrete Schritte nicht weiter von den rot-grünen Ländern blockiert werden. Es hilft nicht, wenn der niedersächsische SPD-Ministerpräsident die Bundeskanzlerin zu einer Kursänderung auffordert, selbst aber notwendige Schritte blockiert. Der Forderung der CSU und unseres Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt nach einem besseren Schutz der deutschen Staatsgrenze schließe ich mich ausdrücklich an.
Zweitens: Der Kommunalverbund Bremen-Niedersachsen erweist sich immer mehr als einseitige Schaufenster-Veranstaltung. Wenn auf Bremer Seite nahe der Landesgrenze ein Mega-Möbelhaus mit 55.000 Quadratmetern Verkaufsfläche und mehreren Tausend qm weiterer Marktfläche genehmigt wird, läuft das am Kommunalverbund vorbei. Bei Plänen für Stuhr, Achim oder Posthausen wollen die Bremen über den Kommunalverbund hingegen mitreden. Was nützen Vereinbarungen über Ländergrenzen, wenn die eine Seite sich nicht daran gebunden sieht? Für uns im Umland hat dieser Verbund in den letzten Jahren unterm Strich nichts erreicht! Ein Kommunalverbund in dieser Form ist Zeit und Geldverschwendung.
Drittens: Der Wasserförderantrag des Trinkwasserverbandes ist so nicht genehmigungsfähig. Das war absehbar. Mit Blick auf die Rechtslage wurde lange davor gewarnt. Das alles wollte man an der Spitze des TV nicht wahrnehmen. Kritiker, Umweltverbände, Landeigentümer waren laut Verbandsvorsteher Meinken “Populisten”. Konsequenzen aus gutachterlichen Erkenntnissen zog man im Zuge der Antragstellung nicht. Dafür stellte der Verbandsvorsteher in seinem Geleitwort in der letzten bunten und weitgehend inhaltsleeren “Wasserzeitung” - von unseren Kundengeldern bezahlt - die verstiegene Behauptung auf, dass man alle Kritik abgearbeitet habe und dass die Wasserversorgung Bremens vorrangiges Ziel sei. Einspruch! Ich sehe meine Kritik nicht als erledigt an, sondern als bestätigt! Die Realitätsfremde der Verbandsführung führt den TV in schwieriges Fahrwasser.
Adrian Mohr
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