Unterrichtsversorgung im Sinkflug

Wie beim GaW liegt nun auch beim DOG in Verden die Unterrichtsversorgung unter 100 %.

Wie beim GaW liegt nun auch beim DOG die Unterrichtsversorgung unter 100 %.

Die jetzt vorliegenden Daten des Kultusministeriums zur Versorgung der allgemein-bildenden Schulen mit Lehrkräften in Niedersachsen sind ein Dokument des Scheiterns: Nur noch 99,5 Prozent Unterrichtsversorgung - das ist der niedrigste Wert der letzten 10 Jahre! Ein Wert, der für viele Schulen und für viele Schüler Stundenausfall bedeutet. In nur drei Jahren hat Ministerin Heiligenstadt (SPD) die Unterrichtsversorgung in Niedersachsen an die Wand gesetzt! Landesweit liegen Haupt- und Realschulen, Oberschulen, Förderschulen, Gymnasien und Gesamtschulen allesamt unter 100 Prozent. Im Kreis Verden ist die Unterrichtsversorgung zwar insgesamt noch überdurchschnittlich, allerdings ist auch hier bei uns ein Rückgang zu verzeichnen. Die aktuellen Werte hatte ich mit meinen CDU-Fraktionskollegen schriftlich bei der Landesregierung erfragt. Die Durchschnittswerte vom Stichtag 15. September 2015 sagen wenig über die tatsächliche Lehrerversorgung an den einzelnen Schulen aussagen. Darum habe ich mir auch die Daten für alle Schulen des Landkreises Verden vorlegen lassen. Es zeigen sich an vielen Schulen große Lücken. An 13 Schulen im Kreis liegt die Unterrichtsversorgung inzwischen unter 100 Prozent. Die beiden Förderschulen in Achim und Verden liegen nur noch bei inakzeptablen 90 % und auch alle vier Vollgymnasien in Achim und Verden liegen nun unter 100 Prozent Unterrichtsversorgung. Die Stichtagswerte für das Gymnasium am Wall mit 96,2 % und für das Achimer Gymnasium am Markt mit 97,4 % sind schockierend! Die Unterrichtsversorgung an den Gymnasien in Niedersachsen (99,8 %) liegt um mehr als drei Prozentpunkte unter dem Wert vor der Regierungsübernahme von Rot-Grün in Hannover (102,9 %). Kultusministerin Heiligenstadt hat ohne schlüssige Begründung die Unterrichtsverpflichtung der Gymnasiallehrer erhöht. Das Oberverwaltungsgericht hat sie gestoppt. Leider müssen jetzt die Schülerinnen und Schüler und die Schulen vor Ort die Konsequenzen dieser Politik ausbaden. Überdurchschnittlich ist dagegen die Unterrichtsversorgung an der IGS Oyten mit 101,4 Prozent - diese gute Versorgung der IGS kritisiere ich nicht. Ich kritisiere die offenkundige Schlechterstellung der Gymnasien! Die nicht ausreichende Zuordnung neuer Lehrerstellen an die hiesigen Gymnasien hatte ich mehrfach aufgedeckt und kritisiert. Unterrichtsausfall gibt es allerdings nicht nur an Gymnasien. Die Kultusministerin musste im Januar im Landtagsplenum eingeräumt, dass es Schwierigkeiten bei der Besetzung von Lehrerstellen an Grundschulen, Oberschulen, Haupt- und Realschulen gebe. Damit ist also auch für das zweite Schulhalbjahr in Niedersachsens Schulen kaum Besserung bei der Unterrichtsversorgung in Sicht. Ein schlüssiges Konzept gegen den Unterrichtsausfall sehe ich nicht. Ich habe den Eindruck, dass diese Kultusministerin für die Schulen und die Unterrichtsversorgung in Niedersachsen Teil des Problems und nicht Teil der Lösung ist.

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